Faszination Bienenkönigin

Die Bienenkönigin kommt in jedem Volk nur ein Mal vor. Ihre Lebenserwartung beträgt bis zu fünf Jahre. In dieser Zeit sorgt sie als einziges geschlechtsreifes Weibchen für Nachkommen und steuert das Bienenvolk durch eine physiologische Droge, die Königinnensubstanz.

Wie auch die Arbeiterinnen entwickelt sich die Königin aus einer befruchteten Eizelle und unterscheidet sich zunächst nicht von den Larven, aus denen sich Arbeiterinnen entwickeln werden. Bienenköniginnen wachsen jedoch in speziellen „Weiselzellen“ heran und werden über die gesamte Zeit des Larvenstadiums mit Gelée Royale ernährt. Es handelt sich dabei um einen Futtersaft, der von Ammenbienen in speziellen Kopfdrüsen erzeugt wird und darüber entscheidet, ob aus einer Larve eine Königin entsteht oder nicht. Bienenköniginnen werden nur dann herangezogen, wenn sich das Bienenvolk über das Schwärmen teilt, wenn die bisherige Königin stirbt oder aus Altersgründen ersetzt werden muss.

Äußerlich unterscheidet sich die Königin durch den deutlich längeren Hinterleib von den anderen Bewohnern eines Bienenstocks. Wie die Arbeiterinnen verfügt auch sie über einen Stachel. Dieser kommt direkt nach dem Schlüpfen ein einziges Mal zum Einsatz. Denn in der Regel wachsen mehrere Jungköniginnen gleichzeitig heran. Begegnen sie sich im Nest, so kommt es zu einem tödlichen Zweikampf unter den Rivalinnen um die Rolle der Stockmutter.

Steuerung des Geschehens im Bienenstaat

Neben dem Ablegen der Eier übernimmt die Bienenkönigin eine weitere wichtige Aufgabe im Bienenstaat. Durch Pheromone steuert sie das Geschehen im Staat: Der Stoff unterstützt das Lernverhalten der Arbeiterinnen und hält diese – auch während des Schwärmens – zusammen. Des Weiteren signalisiert das Königinnenpheromon den richtigen Zeitpunkt für die Aufzucht einer Ersatzkönigin.
Jedes Jahr macht die Königin Platz für eine Nachfolgerin und schwärmt im Frühsommer mit Tausenden Bienen aus. Vor dem Ausschwärmen legt sie ihrem alten Staat Eier in die dafür vorbereiteten Weiselzellen. Eine neue Königin wird herangezogen.

Ein bis zwei Wochen nach dem Schlüpfen begibt sich die Bienenkönigin auf einen Hochzeitsflug. Hierbei paart sie sich mit bis zu zwölf Drohnen aus dem eigenen Volk und fremden Völkern, die sie durch das Absondern der sogenannten Königinnensubstanz anlockt. Während der Paarung nimmt die Königin bis zu zehn Millionen Spermien in ihrer Samenblase auf. Sie ist damit für ihre gesamte Lebenszeit gut ausgestattet.

Nach der Paarung ist die Königin dazu fähig, ein Ei pro Minute zu legen. Dies entspricht 1.000 bis 1.440 Eiern pro Tag. In Spitzenzeiten sind sogar Maximalwerte von bis zu 2.000 Eiern möglich. Das Gewicht der Eier übersteigt dann das eigene Körpergewicht der Königin. Aus den befruchteten Eiern entwickeln sich die Arbeiterinnen, aus den unbefruchteten schlüpfen die Drohnen.

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Julia Schäfer, Sustainability Managerin bei den Schwartauer Werken
Julia Schäfer
Sustainability Managerin
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