Konfitüre & Co

Marmelade, Konfitüre und Gelee –
der Unterschied liegt im Detail

Konfitüre, Marmelade und Gelee werden alle aus Früchten oder Fruchtsaft hergestellt. Sie sind sich sehr ähnlich, doch sie tragen alle ihre unterschiedlichen Namen mit gutem Grund: Marmelade ist die traditionelle Bezeichnung für einen süßen Brotaufstrich, bei dem Früchte und Zucker eingekocht werden. Streng genommen handelt es sich dabei jedoch in den meisten Fällen um Konfitüre und nicht um Marmelade. Wann nun genau welcher Name eingesetzt werden muss, wurde am 26. Oktober 1982 in der Deutschen Konfitürenverordnung festgelegt.  Diese Verordnung regelt die Qualitätsanforderungen für Konfitüren, Gelees und Marmeladen.

Konfitüre

Bei der Konfitüre unterscheidet die Verordnung zwei Qualitätsstufen: Konfitüre und Konfitüre extra. Bei einer Konfitüre extra muss der Fruchtgehalt mindestens 45 Prozent betragen, bei der Konfitüre sind es 35 Prozent. Ausnahme: Werden Rote bzw. Schwarze Johannisbeeren, Hagebutten, Quitten und Sanddorn verwendet, sind aufgrund der hohen Fruchtintensität für die Konfitüre extra nur mindestens 35 Prozent und für Konfitüre 25 Prozent Frucht erforderlich. Die beliebteste Schwartau Konfitüre ist übrigens die Erdbeer-Konfitüre extra.

All die Produkte, deren Rezepturen sich außerhalb der Konfitürenverordnung bewegen, wie z.B. unsere Fruttissima mit einem gegenüber Konfitüre geringerem Zuckergehalt, sind in der Regel  Fruchtaufstriche. Dementsprechend ist für sie kein Mindestgesamtzuckergehalt und kein Mindestfruchtanteil vorgeschrieben. Auch dürfen für Fruchtaufstriche beliebige weitere Zutaten  verwendet werden, was viele neue Kreationen ermöglicht (z.B. Schwartau Extra Erdbeer-Vanille).

Marmelade

Bei Marmelade denkt man häufig an Erdbeer- oder Himbeermarmelade und liegt damit leider völlig falsch. Laut Konfitürenverordnung dürfen Marmeladen ausschließlich Zitrusfrüchte enthalten, wie zum Beispiel die sehr beliebte Schwartau Bitterorangen-Marmelade. Der Fruchtgehalt muss mindestens 20 Prozent betragen. Eine Ausnahme gibt es aber doch: Die Bezeichnung „Marmelade“ darf auch bei anderen Fruchtsorten verwendet werden, wenn der Verkauf an Endverbraucher auf bestimmten lokalen Märkten, wie Bauernmärkten, Wochenmärkten oder dem sogenannten „Ab-Hof-Verkauf“ erfolgt.

Gelee

Gelee bezeichnet einen süßen Brotaufstrich, der aus Fruchtsaft und Zucker bzw. Zuckerarten hergestellt wird, und der mit Hilfe von Geliermitteln seine typische, gallertartige Konsistenz erhält.
Für ein als Gelee extra bzw. Gelee bezeichnetes Produkt muss der Fruchtsaftanteil mindestens 45 bzw. 35 Prozent betragen. Auch hier gibt es bei manchen Früchten wie z.B. Johannisbeeren und Quitten eine Ausnahme. Hier müssen es, je nachdem, ob es sich um Gelee extra oder Gelee handelt, nur 35  bzw. 25 Prozent Fruchtsaft sein.