Erfahrungsbericht

Auslandspraktika bei Hero Netherlands

Den besten kaufmännischen Auszubildenden der Schwartauer Werke GmbH & Co. KGaA wird stets im zweiten Lehrjahr die Chance gegeben, ein Praktikum bei einer ausländischen Schwestergesellschaft zu absolvieren. Der Zeitraum für diese Praktika ist häufig in zeitlicher Nähe zu den Sommerferien angelegt, um Fehlzeiten in der Berufsschule möglichst zu vermeiden.

Im Rahmen dieses Projektes sind für die Auszubildenden meines Lehrjahres ein Praktikum bei der Konzernmutter, der Hero Schweiz AG in Lenzburg, zwei Praktika bei Hero UK und im meinem Fall ein Praktikum bei Hero Netherlands zustande gekommen. Die Dauer eines Praktikums beträgt vier bis sechs Wochen, je nach Absprache mit dem ausländischen Praktikumsbetrieb.

Die Kommunikation mit dem Praktikumsbetrieb übernahm ich nach erfolgreicher Anfrage meiner Ausbildungsleiterin, die mir zusätzlich als Vorbereitung einen Englischkurs in einer Sprachschule ermöglichte. Zunächst galt es für mich, den Kontakt zu den zuständigen Personen aufzunehmen, wodurch ich diese gleich etwas kennen lernen und mit ihnen die Details meiner An- und Abreise sowie Unterbringung klären konnte. So flog ich am 17.07.2005 vom Hamburger Flughafen aus nach Amsterdam, von wo ich anschließend mit dem Zug weiter nach Breda fuhr, dem Firmensitz der Hero Netherlands. Diese 120.000 Einwohner Stadt liegt etwa 60 km südlich von Rotterdam und circa 60 km westlich von Eindhoven in der Region Nordbrabant. Das Produktsortiment der Hero Netherlands erstreckt sich von Müsliriegeln über Konfitüren und Saucen bis hin zu einer umfangreichen Fruchtsaftsparte.
Untergebracht war ich alleine in einem Appartement eines Mitarbeiters. Den Weg zur Firma fuhr ich zunächst mit dem Fahrrad, bis mir bereits am zweiten Tag meines Praktikums ein Firmenwagen zur Verfügung gestellt wurde. Meine Projektaufgabe bestand in der Analyse des Marktumfelds von Fruit2day und anderen Fruchtsäften des Unternehmens Hero. Hierzu plante ich Routen, um Märkte verschiedenster Typen und Größen systematisch besuchen und Informationen sammeln zu können. Gleichermaßen von Bedeutung war die Region der Niederlande, in der sich die jeweiligen Märkte befanden, um auch diesbezüglich Trends feststellen zu können. Anschließend an die Phase der Informationsbeschaffung wurden die Daten von mir digitalisiert, ausgewertet und die Ergebnisse sowie eventuelle Maßnahmen in einer Präsentation aufbereitet. Dies war gleichzeitig der Abschluss meines Projektes und meines Praktikums.

Während des Aufenthaltes bei Hero konnte ich mir Einblicke in die Arbeitsweisen eines ausländischen Unternehmens verschaffen, was sich als sehr interessant gestaltete. Darüber hinaus hatte ich durch das Praktikum die Möglichkeit, meine Sprachkenntnisse in Englisch weiter zu vertiefen und eine Menge netter Arbeitskollegen sowie Land und Leute kennen zu lernen. Weiterhin war die gesamte Umsetzung des Projektes, das bei meiner Ankunft in den Niederlanden nur auf theoretischer Basis bestand, eine fordernde und sehr vielseitige Aufgabe. Dadurch erfuhr ich, worauf bei Projektarbeit besonders zu achten ist, und lernte diesbezüglich eine Vielzahl neuer Aspekte kennen. Insgesamt war dieses Praktikum eine lohnende Erfahrung, die ich nur weiterempfehlen kann.

Sebastian W.
Auszubildender zum Industriekaufmann
2. Lehrjahr

 
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